Michael Surkau legt Braungurt-Prüfung ab

Am kommenden Donnerstag beginnt das diesjährige Sommergasshuku der Karatekas. Nachdem Dresden zuletzt Austragungsort für einen der wichtigsten Lehrgänge des SKID war, steht diesmal Aalen bei Stuttgart im Brennpunkt der Aufmerksamkeit.

Nicht nur der deutsche Bundestrainer Akio Nagagai Shihan (8. Dan) wird das Training leiten, sondern auch seine beiden Gäste Takeo Takeguchi (6. Dan) und Manabu Murakami (5. Dan). Nach vier Tagen harten Trainingseinheiten werden Sonntag die Gürtelprüfungen abgenommen. Vom Dojo Shimazu ist Michael Surkau dabei. Er wird die Prüfung zum 3. Kyu, dem ersten von drei Braungurten, ablegen und somit die Oberstufe erreichen. Michael Surkau fing im Herbst 1995 mit Karate an, nach seinen Aussagen nur zur Selbstverteidigung. Nach einiger Zeit wurde ihm aber klar, dass mehr dahinter steckte.

„Man konnte immer mehr Erfolge beim Training sehen, das gab viel Selbstbewusstsein. Ein weiterer Punkt ist der große Zusammenhalt unter den Karatekas, fast wie eine zweite Familie“, sagte er über seine Erfahrungen im Karate. So kam es, dass er sich auch ehrenamtlich im Verein engagierte. Neben der Pressearbeit übernahm er auch das Kindertraining.

Der heute 20 Jahre alte Kindertraining im TVE und im Dojo Shimazu hinterließ aber nicht nur in Greven einen guten Eindruck. Auch auf Bundesebene gelang das. So erreichte Surkau in den vergangenen Jahren bei Meisterschaften des SKID immer gute Platzierungen und kehrt seit Mai 1999 nie ohne Pokal nach Greven zurück.

Trotz der Erfolge widerspricht er den Klischees. Mit seiner Körpergröße von 205 Zentimeter ist er ein Riese, „aber ich zerschlage keine Eisblöcke oder verprügle Leute“, sagt er lachend. Karate Do könne jeder erlernen.

Man braucht keine besonderen körperlichen Voraussetzungen – bloß ein wenig Mut, um einmal anzufangen.

Nach den Ferien ist immer montags und donnerstags ab 19.30 Uhr das Anfängertraining im Dojo Shimazu an der Mühlenstraße.