Bartschat als Lehrgangstrainer

Sensei Nagai, 8. Dan, hatte am Wochenende zum Jahresabschluss-Lehrgang nach Aalen/Ellwangen eingeladen, und knapp 100 Karatekas aus der Bundesrepublik folgten diesem Ruf des Bundestrainers. Mittendrin einige Karatekas aus dem Dojo Shimazu, das dem TVE Greven angehört. Für die schwierige Anfahrt wurden die Grevener belohnt: Shihan Nagai wartete mit einem richtigen Trainingsfeuerwerk für alle Gürtelgrade auf. Das Kihontraining begann mit Zuki-Kombinationen (Fauststöße). Danach ging es an die Partnerübungen. Vom traditionellen Ablauf bis hin zu den freien Variationen wurde alles geübt. Den Schlusspunkt der Kumiteeinheit bildete das Happo-Kumite mit fünf Leuten. In dieser Form des Freikampfes muss sich ein Kämpfer gegen vier Angreifer wehren, durch vorgegebene, ausgedachte Technikkombinationen gilt dieses Kumite als eine der schwersten Formen. Das Katatraining bildete den Abschluss für die Trainingseinheit am Samstag. Danach durften sich die Karatekas bei einer Weihnachtsfeier erholen.

Der zweite Tag begann wie der erste: Einer kurzen Gymnastik folgten harte und schwere Kombinationen, die erneut die Kondition der Karatekas auf die Probe stellten. Anschließend wurden die Kataabläufe geübt. Wie schon vor zwei Wochen standen die beiden Grevener Karatekas Lars Bartschat und Michael Surkau unter der Beobachtung des Bundestrainers. Mehrmals wurden die beiden nach vorne gerufen, um vor der Gruppe einige Kombinationen oder Katas nochmals zu zeigen. Lars Bartschat wurde am Samstag die Ehre zuteil, die Orangegurte für kurze Zeit zu unterrichten. Die Kata Heian Sandan, die dritte Kata, die man lernt, stand hierbei im Vordergrund. Im Kumitebereich kamen die beiden Grevener Karatekas in den Genuss, mit Kadermitgliedern zu trainieren, so dass beide viel Erfahrung sammelten.

Mitte Januar geht das Sportjahr für Bartschat und Surkau mit dem Braun- und Schwarzgurtlehrgang in Leipzig los. Im neuen Jahr will das Dojo außerdem, zum ersten Mal seit Jahren, einen Anfängerkurs für Erwachsene anbieten.