Wegrennen ist besser als verteidigen

„Wegrennen ist besser als verteidigen“

Greven – „Das beste Rezept ist immer noch das Wegrennen“ rät Lars Bartschat den über 30 Kindern, die im Kreis um ihn stehen. „Wegrennen, schreien und wenn es gar nicht mehr geht, erst dann verteidigen.“

Lars Bartschat leitete zusammen mit Michael Surkau einen zweitägigen Selbstverteidigungskurs der Ferienkiste, bei dem neben der Selbstbehauptung auch kleine Tricks zur Selbstverteidigung auf dem Programm standen. Im Rahmen der Ferienkiste werden in diesem Jahr insgesamt drei Kurse dieser Art im GSJ veranstaltet.

Neben einfachen, aber wirkungsvollen Tricks gegen Würgegriffe und Festhalten gab es natürlich auch eine Menge nützlicher Tipps, damit die Kinder selbstbewusster handeln. Schließlich machen zwei Tage Selbstverteidigungskurs noch keinen Meister, die Kinder sollen aber auf angenehme Art lernen, dass sie nicht so wehrlos sind, wie sie vielleicht glauben. Am Ende des Kurses sah man das Ergebnis: Die Schreie werden lauter und die Mädchen machten kurzen Prozess mit den Jungen, die die Angreifer spielen.

Ein wenig traditioneller ging es bei der Karate-Einführung zu. Die erste schwere Aufgabe lag bei den beiden Leitern: Sie mussten den Kindern schonend beibringen, dass sie nicht lernen, wie man Bretter zerschlägt. Vielmehr übten die Kinder in den 90 Minuten einfache Fauststöße, Stände und Tritte. Oberste Direktive: Es soll Spaß machen, gleichzeitig sollen die Kids aber etwas Lernen.