Respekt gehört zum Training

Karate, jeder denkt dabei an spektakuläre Filme und zerbrechende Gegenstände. Wer meint, dass Karate ein Sport ist, bei dem extreme Höchstleistungen gefordert werden, kann eine angenehme Ãœberraschung zu erleben: Am heutigen Donnerstag, 6. November, um 19.30 beginnt in der Johannesschule der zweite Anfängerkurs im Karate-Do des TVE Greven.

Einfach, schlicht schnell und im Ernstfall tödlich, so umschreibt eine alte japanische Geschichte die traditionsreiche Kampfsportart. Schläger werden aber nicht glücklich, denn es dauert einige Zeit bis eine Technik stark und sicher genug ist. „Das geht in Filmen vielleicht, aber nicht im normalen Leben“ sagt Andreas Glatzel, selber seit 14 Jahren mit dem Karate verbunden. Zusammen mit Lars Bartschat wird Andreas Glatzel den Kurs leiten.

Am Anfang steht vor allem der Lerneffekt (Schulung von Koordination und Kondition). Der Körper wird kräftiger, und dadurch ergeben sich schnellere Reaktionen und eine hohe Geschicklichkeit. Durch eine fundierte Gymnastik vor jedem Training wird zum einen das Verletzungsrisiko verringert und der Körper gedehnt und gekräftigt. Jede Komponente greift im Karate ineinander, aus den Grundtechniken ergibt sich die Kata, eine Art Kür. Und daraus ergibt sich das Kumite, der Kampf mit dem Partner. Die Kunst im Partnerkampf besteht darin, Millimeter vor dem Partner abzustoppen und nicht darin, ihn zu verletzen. Toleranz und Respekt gegenüber den Partner und anderen gehört genauso zum Training wie die Gymnastik.

Dadurch ergibt sich eine große Vielfalt im Karate die kaum eine andere Sportart bieten kann. Leistungs- und Hobbysportler werden gleichermaßen gefordert. Ob Jugendlicher oder Erwachsener, Familienvater oder Rentner “ jeder kann Karate erlernen.

Das Training findet dienstags von 18.30 bis 20 Uhr in der Aula der Mariengrundschule und donnerstags von 19.30 bis 21 Uhr in der Johannessporthalle statt. Samstags wird von 15 bis 16.30 Uhr in der Martinihalle trainiert. Ein Einstieg ist jederzeit problemlos möglich.