Schwitzende Schwarzgurte

Niedrige Temperaturen und schlechte Wetterprognosen sorgten dafür, dass die Grevener Karateka beim Braun-Schwarzgurtlehrgang in Leipzig in einem kleinen Teilnehmerfeld antraten. Die Grevener stellten sieben von 65 Teilnehmern, die Bundestrainer Akio Nagai schnell ins Schwitzen brachte. Kumite war der Hauptschwerpunkt des Lehrganges. Der Bundescoach ließ sich viele Variationen einfallen, um die Kontertechniken, die Beintechniken oder einfach die Angriffe zu verbessern. Vor allem seitliche Abwehrtechniken mit einem minimal verzögerten Gegenkonter standen auf dem Plan. Alle gegen einen Shihan (Meister) Nagai korrigierte, gab Tipps, zeigte sich aber auch mal ungehalten, wenn die Kombinationen nicht so ausgeführt wurden, wie er sie gezeigt hatte. Zum Abschluss des Samstagstrainings ließ Shihan Nagai einige Meisterkatas üben. Trotz der vielen ausgepowerten Gesichter forderte er nochmals alles, dementsprechend gaben alle ihr letztes Quentchen Kraft. Am Sonntag stand Partnertraining auf dem Plan. Abermals wurden schnelle, seitliche Bewegungen und Kontertechniken trainiert. Wie es beim Braun- Schwarzgurtlehrgang Tradition ist, zauberte der Bundestrainer ein Happo-Kumite aus dem Ärmel. Bei dieser Art von Kumite steht ein Karateka in der Mitte, wird von vier verschiedenen Richtungen mit verschiedenen Techniken angegriffen und muss mit verschiedenen Techniken blocken und kontern. Nach fünfmaliger Durchführung der gezeigten Kombinationen war die Kondition der Karatekas merklich gesunken. Shihan Nagai zeigte Verständnis und gewährte eine kurze Pause, um abschließend Katas zu trainieren. Kampfgeist schärfen Außer Atem zogen die sieben Grevener ein positives Fazit. Für die Violettgurte Konstantin Schierling, Sebastian Heitkamp und Maximilian Schwartenbeck bot dieser Lehrgang einen guten Einblick in das Training der Oberstufe und deren Anforderungen. Kataabläufe wurden verinnerlicht, Partnerübungen mit jedem Mal besser ausgeführt und vor allem der Kampfgeist geschärft. Alexander Kreiser und Georg Surkau kannten das hohe Anforderungsprofil bereits und nutzten die Kombinationen, um ihre Reflexe und Kontertechniken zu verbessern. Die Grevener Trainer Lars Bartschat und Michael Surkau freuten sich über die positive Resonanz ihre Schützlinge, Wie die anderen Grevener nutzten sie die Möglichkeit, mit vielen anderen Partnern zu trainieren.