Aus nach der dritten Runde

In ihrem zweiten internationalen Wettkampf schlugen sich die beiden TVE-Karatekas Michael Surkau und Alexander Kreiser in Bellinzona/Schweiz recht wacker. In einem Teilnehmerfeld, das über 70 Karatekas aus 18 Nationen umfasste, erreichten beiden Grevener die dritte Runde und erzielten damit das beste Ergebnis für die deutsche Nationalmannschaft in dieser Kategorie.
Die Veranstaltung begann am Samstagmorgen mit den Katawettbewerben. Entgegen den Planungen wurden Michael Surkau und Alexander Kreiser kurzfristig aus diesem Wettbewerb gestrichen, da die Betreuer die Kräfte der beiden Athleten schonen wollten. Nur eine Deutsche schaffte den Sprung in die Finalkämpfe und belegte dort den vierten Platz.
Im anschließenden Freikampf wurde das deutsche Nationalteam zunächst mit einer neuen Regelung überrascht. Um Infektionen und schlimmere Verletzungen im Gesichtsbereich zu vermeiden, mussten alle Karatekas Faustschützer tragen. Im Gegensatz zu einigen Teammitgliedern ließen sich Alexander und Michael davon nicht beeinflussen.
In der dritten Runde stieß Michael Surkau auf Beltramo Cino aus Italien, der im vergangenen Jahr auf der EM bereits die Silbermedaille erkämpfte. Trotz guter Techniken und eines emotionsgeladenen Kampfes schied Surkau aus.
Alexander Kreiser hatte ebenfalls in der dritten Runde Pech. Der 20 Jahre alte Braungurt-Träger, der für die Zeit der Meisterschaft den schwarzen Gürtel tragen durfte, kämpfte in den ersten beiden Runden sauber und beherrschte das Geschehen. In der dritten Runde traf er auf einen Gegner, der mehrfach in die Techniken des Greveners hineinlief. Dieser bekam dadurch einen halben Punkt (Wazzari) und Alexander eine Verwarnung. Unbeeindruckt konnte der Grevener zwischenzeitlich mit einer Fußtechnik ausgleichen. Nachdem sein Kontrahent erneut in eine Armtechnik des TVElers gelaufen war, wurde Alexander disqualifiziert.
Die beiden Grevener starteten auch in der Kumite-Mannschaft. Bei dieser Form des Wettbewerbes kämpfen fünf Karatekas einer Nation gegeneinander. Da die beiden ersten Kämpfe bereits verloren wurden, konnten die beiden Grevener das Blatt auch nicht mehr wenden und verloren gegen Slowenien in der Vorrunde.