Lehrgang in Schwäbisch Gmünd

An diesem Wochenende führte uns der Terminplan des S.K.I.D. nach Schwäbisch Gmünd, denn das Dojo Taira Wetzgau richtete dort den jährlichen Lehrgang unter der Leitung des Bundestrainers Akio Nagai Shihan aus.
Nachdem wir Nagai Sensei in Düsseldorf abgeholt hatten, fuhren wir zusammen nach Schwäbisch Gmünd und trafen dort gegen 20:30 Uhr ein. Ein wenig später als geplant, aber wir hatten nicht mit dem Stau zwischen Köln und Frankfurt gerechnet. Schlechtes Wetter tat sein übriges, so dass wir erst auf der A7 unseren gemieteten Passat auf Herz und Nieren testen konnten.

Den Rest des Abends verbrachten der Sensei und wir mit den Mitgliedern des Dojo Taira. In geselliger Runde tauschte man Neuigkeiten aus, diskutierte über Trainingsmethoden, den anstehenden Länderkampf oder lauschte den Geschichten von Nagai Shihan und Uwe Borsody Sensei (5. Dan).
Anscheinend hatten Lars und ich einen guten Eindruck gemacht, so dass uns spontan eine Übernachtungsmöglichkeit samt Frühstück für die nächsten beiden Tage geboten wurde. Natürlich nahmen wir dankend an, denn wann bekommt man schon mal solchen Luxus geboten?

Nach einem wunderbaren schwäbischen Frühstück sollte es eigentlich zum Walking gehen, aber das Wetter machte uns (leider) einen Strich durch die Rechnung, so dass ein Bummel durch die Gmünd?er Innenstadt anstand.
Dabei konnten Lars und ich feststellen, dass 1. Sportkleidung bei diesen Temperaturen nicht ganz warm hielten, und 2. modisch gesehen eher wie Mallorca Touristen aussahen. Aber außer dem Sensei kannte uns ja keiner.
Zum Mittag gab es Nudeln. Moment stimmt gar nicht. Es gab Spätzle, Nudeln gab es in dem Restaurant nicht. Nachdem wir alle gut gegessen hatten wurden flugs die Trainingsklamotten zusammengepackt und gegen 14:00 Uhr traten wir die fahrt zur Trainingshalle an.

Bei der Ankunft stellte ich zunächst fest, dass die Schüler der Adalbert-Stifer-Realschule ziemlich stramme Waden haben mussten, denn es ging einen ziemlich steilen Weg bergauf. Für uns Flachlandtiroler war es ziemlich ungewohnt. Wer da mit dem Rad hochfährt, verdient Respekt.
Sensei Nagai leitete wie immer ein anspruchsvolles Kihontraining, dem ein ausgiebiges Kata und Kumitetraining folgte. Die Gratwanderung zwischen anspruchsvoll und überfordernd schaffte er wie gewohnt, so dass die mehr als 60 Teilnehmer am Ende äußerst zufrieden waren.
Vor allem beim Vermitteln von Kumitetechniken gab sich der Bundestrainer alle Mühe und erklärte der Unterstufe mehrfach die richtige Ausführung der verschiedenen Techniken und ließ kein Detail außer Acht. Auch beim Katatraining legte er sehr viel Wert auf die korrekte Ausführungen der Techniken und demonstrierte ab und an einige Techniken in der Anwendung.

Nach einem langen Abend folgte am Sonntag um 11:00 Uhr die nächste Trainingseinheit, die hauptsächlich aus einfachen Kombinationen bestand, die sehr oft wiederholt wurden. Nach einer kurzen Kumiteeinlage, widmete man sich anschließend erneut dem Training der Heian Katas. Die Oberstufe wurde zusätzlich in Kanku Dai und Kanku Sho trainiert. Um 14:00 Uhr traten wir die lange Rückfahrt an und sind mittlerweile ja wieder in Greven.

Was soll man sonst noch sagen? Das der S.K.I.D. eine große Familie ist, konnte man in Schwäbisch Gmünd in jeder Minute des Lehrgangs erleben. Sei es nun Großzügigkeit oder Gastfreundschaft. Von hier aus auch noch mal ein ganz herzliches Dankeschön an unsere Gastfamilie Wranja gerichtet. Aber auch den Ausrichter Uwe Borsody darf man nicht vergessen, oder Melli, die uns großartig durch Schwäbisch Gmünd leitete, oder oder, oder?.
Vielen Dank!! Es hat echt eine Menge Spaß gemacht und ihr werdet uns nicht zum letzten Mal gesehen haben.