Karateka auf dem Weg nach Tokio

Michael Surkau und Alexander KreiserGreven. Nur noch sieben Tage, dann startet das Abenteuer Weltmeisterschaft in Tokio für die beiden TVE Karateka Alexander Kreiser und Michael Surkau. Bevor die Grevener allerdings auf der Wettkampffläche stehen werden, muss noch die Anmeldung und das offizielle Wiegen überstanden werden. Im Gegensatz zu einigen Teammitgliedern mussten Michael und Alexander in den vergangenen Monaten nach der Nominierung jedoch nicht auf ihr Gewicht und auf ihre Ernährung achten. Beide haben keine Chance in die Kategorie Mittelgewicht (65-75 Kilogramm) abzurutschen.
Mehr als 80 Länder haben mittlerweile ihre Teilnahme zugesagt. Inoffiziellen Angaben zufolge wird momentan mit mehr als 2000 Startern gerechnet.

Für die beiden Grevener ist es nicht der erste internationale Wettkampf, jedoch das erste Mal, dass die beiden auf einer Weltmeisterschaft starten werden. Damit sind sie gleichzeitig auch die beiden ersten TVE-Karateka, die an einem solchen Event teilnehmen.
Dementsprechend standen die vergangenen Wochen ganz im Zeichen der 9. Weltmeisterschaften in Tokio. Tägliches Training verstand sich von selbst, bei dem Karate und Techniktraining nicht immer die Hauptrolle spielten. Um die verschiedenen Arm- und Beintechniken für den Freikampf noch schneller ausführen zu können, standen viele Einheiten Kraft- und Schnelligkeitstraining auf dem Programm. An den Wochenenden fanden entweder Lehrgänge statt oder es wurden längere Trainingseinheiten angesetzt, in denen immer wieder die gleichen Kombinationen geübt wurden, um diese im Wettkampf ohne zu überlegen umsetzen zu können.
Das letzte Kadertraining wurde vor zwei Wochen in Berlin zur vollen Zufriedenheit des Bundestrainers absolviert. Trotzdem kein Grund für die TVE-Kämpfer, das Training schleifen zu lassen. Am vergangenen Wochenende trafen sie sich zu einer dreistündigen Trainingseinheit mit Patrick Kowalewski und Georg Maniotis, die zusammen mit den beiden Grevenern in den vergangenen zwei Jahren den Deutschen Meistertitel im Kumiteteam gewannen.
Das letzte Wochenende vor der Abreise nach Japan wird für die Karateka des TVE Greven ebenfalls nicht entspannend verlaufen. Grund dafür ist der Lehrgang mit Bundestrainer Nagai Shihan, der in Greven ausgerichtet wird. Eher durch Zufall wurde der letzte Lehrgang vor der WM nach Greven vergeben. Somit stehen am Samstag und Sonntag mehrere Trainingseinheiten unter den Augen des japanischen Großmeisters an. Da es gleichzeitig der letzte Lehrgang in diesem Jahr im Münsterland ist, rechnet Michael Surkau mit einer hohen Teilnehmerzahl. Aus Grevener Sicht werden vor allem viele Kinder an den Gürtelprüfungen am Sonntag teilnehmen.
Nach dem Lehrgang und den Prüfungen bleibt dann nicht mehr viel Zeit, um sich zu erholen, denn der Koffer muss für die zweiwöchige Reise nach Japan auch noch gepackt werden. Nach der WM bleiben noch einige Tage, um das Land, die Leute und die Kultur in Japan kennen zu lernen Trainingseinheiten in japanischen Karatevereinen eingeschlossen.