Bundeslehrgang in Greven

Weiße Gewänder und Gürtel in den verschiedenen Farben schmückten am Wochenende die Rönnesporthalle. Nachwuchssportler und die Nationalmannschaft übten Seite an Seite.160 Karatesportler aus der ganzen Bundesrepublik strömten zum Bundeslehrgang der Karateabteilung des TVE Greven in die Emsstadt. Einer der Lokalmatadoren war Lukas Funke: Der Lehrgang ist für uns etwas ganz Besonderes, denn der Bundestrainer Nagai Shihan und Karatestar Shinji Tanaka, der bei der Weltmeisterschaft 2006 einen der vorderen Plätze belegte, sind zu Gast.

Anders strukturiert
Der 15-Jährige ist engagiert dabei. Im Vergleich zum Vereinssport ist das Training ganz anders strukturiert und die Motivation viel größer, denn man trainiert mit Sportlern, die man noch nie zuvor getroffen hat, erklärt Funke, der seit fünf Jahren beim TVE Karate lernt.
Erstmalig fand in diesem Jahr im Vorfeld des eigentlichen Bundeslehrgangs ein spezielles Training für die Nationalmannschaft und deren Anwärter statt. Die deutsche Elite bereitet sich momentan auf die Weltmeisterschaften 2009 vor. Mit dabei ist auch der Grevener Michael Surkau.

Gürtelprüfungen
Nach Nationalmannschaft- und allgemeinem Training wurden am Sonntag die Gürtelprüfungen abgenommen. Lukas Funke war nicht dabei: Gürtelprüfungen legt man in der Regel nur alle ein bis zwei Jahre ab, meine letzte war im Sommer. Jedoch erhofften sich 18 andere Grevener, die gelbe beziehungsweise orange Gürtelprüfung zu bestehen: Sascha Wycisk, Martin, Felix und Marlene Mausolf, Mohammed Serdah, Ronja Gelenberk, Maximilian Herbert, Zoe Zweihaus, Kai Werner, Lynn Winter, Dominik Lüttmann und David Berg (gelb) sowie Oliver Reinke, Tom, Lisa und Leonard Schomaker, Anna Borgmann und Johanna Westermann (orange).
Nagai Cup
Außer den Deutschen Meisterschaften und den Weltmeisterschaften gibt es im Karate nur sehr wenige Wettkämpfe. In Greven treffen sich die Sportler allerdings schon in gut einem Monat wieder: Der TVE lädt am Samstag, 19. April, zum Nagai-Cup. Hier kommt es nicht aufs Gewinnen an, sondern, wie Lukas Funke sagt: Dabei sein ist alles.