Shihans Ruf folgen 130 Karatekas

Greven – Egal ob Ostdeutschland, Niederbayern oder Schweiz: Für den Bundeslehrgang im Karate am vergangenen Wochenende nahmen die Teilnehmer Hunderte Kilometer in Kauf, um mit Nagai Shihan höchstpersönlich am Feinschliff ihrer Karategriffe zu feilen. 130 Karatekas aus ganz Deutschland und aus der Schweiz nahmen an dem Lehrgang in der Grevener Emssporthalle teil. Grund für die große Resonanz ist der Umstand, dass Lehrgänge dieser Dimension nur zwei bis drei Mal im Jahr angeboten werden. In diesem Jahr richtete die Karateabteilung des TVE Greven einen solchen für den Verband „S.K.I.D.“ aus.

Insgesamt nahmen weniger Sportler teil als im vergangenen Jahr. Einige waren verletzt, berichtete Michael Surkau vom TVE. „Abends gehen wir immer gemeinsam Essen und feiern noch ein wenig zusammen“, berichtete Surkau vom weiteren Programmablauf. Man kenne sich untereinander gut, weshalb man die wenigen gemeinsamen Stunden auch feierend verbringen wolle.
In der Emssporthalle ging es derweil nicht feierlich zur Sache. Nachdem Gast-Trainer Tanaka Sensei, der normalerweise in Japan trainiert, die Aufwärmphase abgeschlossen hatte, führte er die Übungen vor. „Er überlegt sich durchaus spontan, was er macht“, schmunzelte Surkau. Für diese Übungen wurden die Teilnehmer sowohl in Alters- als auch Gürtelgerade unterteilt. Denn die Spanne reichte von sieben bis weit über 60 Jahre. Aus der Karateabteilung des TVE Greven nahmen rund 20 Aktive teil, darunter einige, die am Wochenende auch ihre Prüfung ablegten.