Lehrgang in Mettlach
Geschrieben von Michael Surkau   
Freitag, 24 März 2006
Etwas früher als in den vergangenen Jahren ging es mal wieder in die südwestliche Ecke von Deutschland. Kurz vor der Landesgrenze Deutschland/Luxemburg befindet sich das derzeit einzige S.K.I.D. in der Rheinland-Pfalz, das in diesem Jahr seinen ersten Lehrgang ausrichtete. Sensei Lothar Müller hatte mit seinen rund 50 Karateka, von Weiß bis Braun waren alle Gürtelgrade vertreten, eine gemütliche Halle ausgesucht, in der der Lehrgang abgehalten wurde. Akio, Katrin, Sebastian und ich mussten eigentlich am Samstag um kurz vor drei nur noch den richtigen Eingang finden und konnten anschließend sofort mit dem Training unter Nagai Shihan loslegen. Dieser war guter Laune und zeigte sich sehr zufrieden mit dem Einsatz der Karateka des Dojo Uesugi Kenshin, die jede Technik ausführten, als ob es die letzte wäre. Das Grundschultraining umfasste nur wenig verschiedene Techniken, forderte jedoch seinen Tribut. Nach einer kurzen Begrüßung des Vorsitzenden des SV Freudenburg wurden die Karate in die wohlverdiente Pause entlassen. Derweil konnten wir vier „Externe“ ein wenig entspannen und Kontakte bei Kaffe und Kuchen knüpfen. In der zweiten Einheit ging es wie üblich ans Eingemachte. Zunächst die harten Muskeln wieder lockern, Kihon und dann ein schön langes Katatraining für alle Gürtel. Die Motivation der Schüler steckte auch den Lehrer an, so dass er sich viel Zeit nahm und immer wieder einzelne Sequenzen persönlich verbesserte, durchführen ließ, anschaute, erklärte und wieder verbesserte. Vor allem die Grüngurte übten an diesem Tag die Kata Heian Yondan.

Wer von der Oberstufe glaubte, dass das Training nach dem Abgrüßen zu Ende war, wurde eines besseren belehrt. Nagai Shihan forderte die Braun- und Schwarzgurte auf ein paar Kombinationen extra zu machen. Die Gelegenheit ließ man sich nicht nehmen und begann unter den schnellen Kommandos von Nagai Shihan alles zu geben. Von den Strapazen im Training konnte man sich, nach warmer Dusche, kurzer, sportlicher Autofahrt, im Hotel St. Erasmus erholen. Ein schickes Gebäude, das am Kirchberg der Ortschaft Trassem thronte. Das Bier war frisch, das Essen prima und die Stimmung ebenfalls, so dass der Abend erst spät enden sollte. Aber das kennt man ja von Lehrgängen. Was man nicht von jedem Lehrgang kennt, ist die Geschlossenheit, die das Dojo Uesugi Kenshin an den Tag legte. Eigentlich war jeder der Teilnehmer des Lehrgangs auch am Abend da, selbst die Eltern der Kinder waren mitgekommen und feierten den ersten Lehrgang und das erste Samstagstraining gemeinsam. Nicht nur die Karateka aus Freudenburg waren zufrieden. Auch Bundestrainer Nagai Shihan war mit der Organisation und der Motivation seiner Schüler zufrieden. Und zu guter Letzt schien sogar die Sonne

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 04 Dezember 2015 )