Nagai Cup 2007
Geschrieben von Michael Surkau   
Sonntag, 29 April 2007

 Düsseldorf war der diesjährige Austragungsort des 7. Nagai Cups und der im Vorfeld stattfindenden Nachwuchsmeisterschaft. Bundestrainer Nagai Shihan zeigte sich erfreut, dass in seinem Wohnsitz zum ersten Mal seit vielen Jahren eine Karatemeisterschaft ausgerichtet werden konnte. Insgesamt fanden sich rund 130 Starter aus Deutschland in der NRW-Landeshauptstadt ein.
Bei den Nachwuchsmeisterschaften konnte man einige Talente ausmachen, die einiges Potential für die Zukunft versprechen.
Das Teilnehmerfeld des Nagai Cups, d.h. Braun- und Schwarzgurte über 18 Jahre, umfasste  rund 40 Karateka, die sich spannende, faire und saubere Kämpfe im Kata- und Kumite-Wettbewerb lieferten.

Das Katawettbewerbe nicht langweilig sein müssen, stellte das Publikum unter Beweiß. Während der jeweilige Starter seine Kata dar bot, war es absolut still in der Halle. Beim Verlassen des Pools brach auf der Tribüne jedoch stürmischer Applaus aus.
In der Kategorie Kata gewann das Kata-Damen-Nationalteam. Den ersten Platz erreichte Dana Raczynski (Dojo Ouchi Dresden) vor Helene Gromut (Dojo Otomo Zittau) und Julia Wehnert (ebenfalls Dojo Otomo Zittau). Zwischen den einzelnen Platzierungen lagen nur wenige Zehntel.

Ein anderes Mitglied des Dojo Ouchi belegte den ersten Platz im Katawettbewerb der Herren. Hannes Röseler sicherte sich mit Unsu den ersten Platz vor Marco Wäger (Dojo Edo Berlin) und Andreas Hermann(Dojo Takeda Auerbach). Damit brach die Serie von Marco Wäger, der 5 Mal Hintereinander den Titel im Katawettbewerb gewann. Gleichzeitig wurde das Dojo Ouchi der erfolgreichste Verein auf dieser Meisterschaft, da Dana Raczynski im Kumite den dritten Platz vor Nicole Eltzsch (Dojo Kashiwa Großenhain) erreichte.
Die letzten Kämpfe im Kumite gestalteten sich vor allem kurz und spannend.
 Janine Teichgräber (Dojo Otomo Zittau) ließ ihrer Gegnerin Vanessa Busch (Dojo Mikasa-Kasan Röblingen) kaum eine Chance und dominierte den Kampf, so dass nach kurzer Zeit Janine Teichgräber als Siegerin den Pool verließ.
Das Finale der Herren fand zwischen Michael Surkau (Dojo Shimazu Greven) und Edzard Haschka (Dojo Nobunaga Aalen) statt. Edzard Haschka hatte sich im Halbfinale gegen Jörg Dietz (Dojo Takeda Auerbach) durchgesetzt, Michael Surkau gegen Michael Pozzo (Dojo Torii), der sich abschließend den dritten Rang sicherte.
Das Finale verlief ähnlich schnell wie bei den Damen. Michael Surkau setzte seine Reichweite geschickt ein, und erzielte schnell die zwei notwendigen Wazzari, um den Kampf zu beenden.
Bundestrainer Akio Nagai zeigte sich bei der Siegerehrung erfreut über die spannenden und vor allem verletzungsfreien Wettkämpfe im Jugend- und Erwachsenenbereich und bedankte sich bei allen Helfern, die zum gelingen der Meisterschaft beigetragen hatten.

 

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 04 Dezember 2015 )