Filmkritik Ong Bank
Geschrieben von Lars Bartschat   
Dienstag, 21 Dezember 2004
Tja, da waren Michael, Uli und ich doch mal im Kino und haben uns Ong Bak angeschaut und da ich grad noch Lust hatte, habe ich mich mal kurz dran gesetzt und eine kurze Bewertung geschrieben:

Ong Bak ist der Name eines Buddhas, der im Dorf des jungen Thai Kämpfers Ting verehrt wird. Drogendealer schlagen seiner Statue den Kopf ab und stehlen ihn. Um nun das Dorf vor dem drohenden Unglück zu retten, zieht Ting los, um den Kopf wieder an seinen Platz zu bringen. Dabei trifft er in der Metropole Bangkok auf Humlae, der auch aus seinem Dorf stammt. Nach einiger Verwirrung nehmen sie zusammen die Suche nach Ong Baks Kopf auf, die, soviel sei verraten, ein relativ glückliches Ende nimmt, jedenfalls für Ting und Ong Bak... ;*) Die Story ist allerdings nun nicht wirklich der Knüller, sondern dient nur dazu, einen passenden Rahmen für die mehr als genialen Kämpfe zu bieten.

Tony Jaa, der Darsteller von Ting, erreicht zwar noch nicht die schauspielerische Klasse eines Jet Li oder den Witz eines Jackie Chan, doch athletisch nimmt er es mit den beiden locker auf. Die Kämpfe sind eine Klasse für sich, die Härte des Muay Thai wird sehr überzeugend dargestellt und die athletischen Leistung von Tony Jaa sind Spitzenklasse. Die erste Verfolgungsjagd zu Fuß zeugt deutlich welches Potential in Jaa ruht. Sprünge, Salti und Drehungen sind astren und das Zuschauen macht Spass, allerdings hätte ein Jackie Chan einige Gags eingebaut oder auch mehr von der Umgebung mit eingebaut.

Doch ich will nicht nur meckern.Sämtliche Kämpfe wirken sehr authentisch, kaum eine Szene wirk gefakt. Alles scheint so echt, dass die Szenen, die wirklich brutal sind, sehr schockierend wirken. Dazu gehören meiner Meinung nach eigentlich auch nur Teile des Finalkampfes, in dem ein Arm und ein Knie gebrochen werden, sowie eine Schädeldecke gespalten wird. Klingt jetzt wirklich hart, doch der Film ist ja nicht grundlos ab 16 Jahren freigegeben, und die Gewalt wird nicht unnötig ausgebreitet. Wert gelegt wurde vor allem auf eine bislang kaum so zu findende Echtheit der Kämpfe.

Auch Überraschungsmomente lassen sich finden, so erstaunt einen Tings erster Kampf im Fight Club, da er nach einem wunderbar ausgeführten Kick, vergleichbar mit einem Mawashi Geri, der aber mit dem Knie trifft, bei dem Ting unter dem Angriff seines Gegners durchtaucht... Wow!

Fazit: Geniale Kämpfe, schwache Story...

Bewertung: ****/***** 4 von 5 Sternen

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 07 April 2009 )