Der Dojoname
Geschrieben von Michael Surkau   
Donnerstag, 05 Januar 2006
Das Shimazuzeichen

Das Shimazu Abzeichen

Am 10.11.1990 wurde durch Bundestrainer Nagai Shihan dem Grevener Dojo der Name Shimazu verliehen. Damit würdigte er die erbrachten Leistungen der Grevener Karatekas.
Den Namen Shimazu kann man bis ins 12. Jahrhundert zurück verfolgen. Damals wurde Shimazu Tadahisa zum Militärgouverneur der Provinz Satsuma und Osumi auf Kyushu bestimmt.
Im 16. Jahrhundert kontrollierte die Familie dann praktisch ganz Kyushu, wurden aber im Zuge der nationalen Vereinigung von Toyotomi Hideyoshi besiegt und in die ursprüngliche Provinzen zurückverwiesen.
In der Schlacht von Sekigawa (1600) verloren sie fast ihr ganzes Land an den siegreichen Tokugawa Jeyasu. Trotzdem waren die Shimazu in den folgenden Jahren stets Daimyo(Fürst) des wichtigen Staatsgutes Tozama.
Im Jahre 1609 eroberten sie die Insel Okinawa, auf der sie den Grundstein für ein späteres Firmenimperium legten. Zu diesem kam es aber erst im 19. Jahrhundert unter der Führung von Shimazu Nariakira,welcher die Öffnung zum Westen und dessen Technologien propagierte.
Zum Beispiel baute er eine Waffenfabrik, einen Hochofen und fünf Kriegschiffe- eines davon als erstes japanisches Dampfschiff. Außerdem schlug er dem Tokugawa Shogunat vor, die Flotte solle unter einer weißen Flagge mit aufgehener Sonne fahren. Dies war der Ursprung der heutigen japanischen Flagge.

Das Dojoabzeichen wurde dem Familienwappen der Familie Shimazu nachempfunden.



Eine Stammtafel der Familie Shimazu (1280-1640) findet man hier
Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 10 Januar 2006 )