Lehrgang Dresden
Geschrieben von Michael Surkau   
Montag, 21 Februar 2005

Da stand man schon nach langer Autofahrt vor den Toren von Dresden, bewunderte den tieffliegenden Hubschrauber, um danach entsetzt festzustellen, dass der Hubschrauber 500 Meter vor einem auf der Autobahn landete und man nun in einer Vollsperrung stand. Die Uhr rückte hartnäckigerweise immer mehr gen 15:00 Uhr, und der Benzinstandzeiger immer mehr in den roten Bereich. Naja, wir haben es dann ja doch noch geschafft und standen um Punkt 15:00 Uhr mit circa 70 anderen Karatekas aus Dresden, Wiesbaden und Berlin in zwei Reihen um den Lehrgang zu beginnen.

Nach der obligatorischen Erwärmung übernahm Shihan Nagai, der sichtlich guter Laune war, das Ruder. Kurze Kihonbahnen vorwärts und rückwärts forderten die Teilnehmer, die von Weiß bis Schwarz gleichmäßig verteilt waren.
Dank der integrierten Fußbodenheizung war niemanden kalt, unangenehmer Nebeneffekt war allerding der rutschige Boden. Einige Karatekas konnten während diverser Kombinationen ihr Geschickt als Eiskunstläufer unter Beweis stellen.
Grundlegende Kumitevorbereitung wurde im Anschluß an die Kihoneinheit absolviert. Begonnen wurde mit Gohon Kumite, dazwischen wurde Kihon Ippon Kumite geübt, zur Freude aller auch mal Seitenverkehrt. Nachdem die Grundlagen trainiert waren, mußte sich die Oberstufe im Jiyu Ippon Kumite einigen kleinen Veränderungen anpassen. So wurde statt Kizami- und Gyakuzuki mit Oi-Zuki angegriffen. Dadurch war die kreativität der abwehrenden Karatekas gefordert, die nun eine passende Block und Konteraktion ausführen mussten.
Heian Shodan bis Heian Godan stand auf dem Programm für die Unterstufe. Sensei Nagai korrigierte immer wieder die Fehler der Karateschüler, und zeigte auch selber die eine oder andere Technikdurchführung. Violett und Braun übte die Grundmeisterkatas. Ungewöhnlicher war wiederum die Kataauswahl für die Schwarzgurte. Bassai Sho, Sochin, Nijushiho waren gefragt.
Nach einem gemütlichen Abend im Dreispitz und einem kleinen Abstecher in eine örtliche Zappelbude, ging es am Sonntag um 11:00 Uhr wieder los. Gerolf Thamm leitete eine gute, aber recht ungewöhnliche Gymnastik, die jeden Teilnehmer auf Betriebstemperatur brachte. Viele Zukikombinationen später war wieder Katatraining angesagt, diesmal von Heian Shodan bis zu den vier Grundmeisterkatas. Viel zu schnell war auch dieses Training wieder um, die Prüflinge zeigten bei den Prüfungen gute Techniken und bestanden demnach alle.

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 04 Dezember 2015 )