Deutsche Nachwuchsmeisterschaft und Nagai Cup

Die Karatekas aus Greven konnten am Wochenende in Großenhain auf sich aufmerksam machen. Der Name Shimazu hinterließ durchweg positive Spuren.
Für Medaillen sorgten Alexander Kreiser und Michael Surkau im Freikampf. Im Wettbewerb der Kata schieden zwar beide in den Vorrunden aus. Im Freikampf konnten sie ihre Vorteile ausspielen und landeten auf Medaillenplätzen.
Alexander Kreiser gewann in seiner Alters und Gurtgruppe( Jugend Männlich 15-17 Jahre, Violettgurt) den ersten Platz im Freikampf.
Er zog souverän in das Finale ein und gewann alle seine Kämpfe ohne Punktverlust. Der 16 Jahre alte Grevener Violettgurt beeindruckte mit schnellen Kontern und einem beeindruckenden Kampfgeist sowie schönen Fußkombinationen. Bereits im Vorjahr konnte Alexander sein Meisterschaftsdebüt mit dem dritten Platz im Kumite feiern.
Michael Surkau startete bei den Braungurten über 18( Herren Männlich, ab 18 Jahre, Braungurt). Die Vorrunden konnte der 20 Jahre alte Kindertrainer souverän für sich entscheiden. Im Halbfinale ging es dagegen sehr zur Sache. Nach mehreren unfairen Treffern im Gesichtsbereich konnte Michael Surkau kontern, wurde jedoch wegen seines Treffers disqualifiziert. Trotz leichter Blessuren konnte er dann den Kampf um den dritten Platz für sich entscheiden. Seine Reichweite konnte der „Lange“ diesmal gut ausspielen und bekam genau wie Alexander Kreiser Lob und Anerkennung von Nagai Shihan. Tobias Werning, Frederik Sellmann und Nico Kerkhoff konnten eine gelungene Meisterschaftspremiere feiern. Die drei Karatekas starteten in einer Gruppe mit Grüngürteln. Trotz der technischen Überlegenheit der höher Graduierten Gegner konnte Tobias Werning im Wettbewerb der Kata den vierten Platz belegen.
Insgesamt beeindruckten die drei Gelbgürtel durch eine technische Sauberkeit die für ihren Gürtelgrad schon sehr hoch ist.
Ebenfalls den 4. Platz belegte Maximilian Schwartenbeck im Bereich der Kata der Kinderkategorie. In einer der größten Kategorien zog Maximilian souverän ins Finale ein. Hier musste sich nach Punkten geschlagen geben. Es fehlten zum Schluss zwei Zehntel zum dritten Platz.
Sebastian Heitkamp startete in der gleichen Kategorie wie Maximilian. Er schied schon im in der Vorrunde des Katawettbewerbes aus. Im Kumite schaffte er, wie Maximilian, den Einzug ins Achtelfinale. Hier versagten jedoch die Nerven. Nach technischen Fehlern schieden beide aus.
Fabian Zink sammelte an diesem Wettkampftag viel Erfahrung als Kampfrichter. Neben den Einzelwettbewerben durfte er auch bei den Mannschaftswettbewerben mit dabei sein.

Am Sonntag wurde der Nagai Cup ausgetragen. Bereits am Vortag entschloss sich Nagai Shihan das Braungurte ebenfalls starten durften. Michael Surkau nahm als einziger männlicher Braungurt diese Chance war.
Ebenfalls aus Grevener Sicht startete Lars Bartschat. Der junge Schwarzgurt fing stark in der Kata an und musste ins Stechen. Hier war jedoch Ende für Lars Bartschat, er verlor ganz knapp. Den Ausschlag gab die Kaderzugehörigkeit seines Kontrahentens.
Im Kumite bot sich leider fast das gleiche Bild. Lars konnte seinen Rhythmus nicht finden und musste sich in der Verlängerung knapp geschlagen geben.
Michael Surkau schied im Katawettbewerb bereits in der ersten Runde aus. Im Kumite konnte er wie am Vortag punkten und zog in das Achtelfinale ein. Hier trat er gegen den späteren Sieger Gerolf Thamm aus Dresden an und verlor nach Punkten.
Ebenso wie der Bundestrainer Nagai Shihan freuten sich die beiden Grevener Senseis Kemp über das Abschneiden ihrer Schüler. Weit über den Erwartungen lagen die beiden Medaillenränge und die beiden vierten Plätze. Auch der Erfahrungswert für alle war grandios.