Gelungene Mischung aus Show und Akrobatik

Musikalische Ohrwürmer und sportliche Akrobatik bildeten einen festlichen Rahmen für die Ehrung der Sportler des Jahres beim rundum gelungenen Ball des Sports. Das TVE/TSC Sportzentrum strahlte ein Ambiente aus, das das begeisterte Publikum mehr als vier Stunden in Atem hielt.

Rasant der Auftakt der Best Talents vom TSC Ems-Casino Blau-Gold, der Lust auf mehr machte. Ohren betäubend der musikalische Auftakt der Gruppe Starlight Excess, die einen Abend zuvor bei der Keglerparty in der Halle Münsterland aufgetreten war und die Stimmung mit fetzigen Songs der 70er bis 90er Jahre mit ins Sportzentrum transportierte. Akrobatisch die vielen Sporteinlagen der Grevener Sportler. Als Flachlandtiroler aus dem Münsterland bezeichnete im anschließenden Interview WN-Radsportexperte Alexander Heflik den Radsport-Profi Fabian Wegmann, der sich äußerst sympathisch präsentierte. Da sind mehr Journalisten als Radrennfahrer, beschrieb Wegmann das Spektakel rund um die Tour den France. Und er wusste, bei wem er zu Gast war: Die WN, antwortete er auf die Frage nach seiner Lieblingszeitung. Aufs Rad musste auch Bürgermeister Olaf Gericke. Bei der Tour de Volk nahm er die Hilfe von Fraktionskollege Jürgen Diesfeld und SSV Vorsitzenden Werner Jacobs in Anspruch. Sie sitzen auf dem Rad wie ich auf einem Barhocker, spöttelte Jacobs unter dem Gelächter der Zuschauer. Als Junge von nebenan stellte sich Schalkes Jungprofi Christian Pander den Fragen von Jacobs. Hertha war einfach besser, antwortete Pander auf die Frage nach der 1:3-Niederlage, die Pander wenige Stunden zuvor mit Schalke hinnehmen musste. Trotz der Schlappe wolle er in dieser Saison deutscher Meister werden. Die WM im eigenen Land zu spielen, wäre sehr schön, schielt Pander auf die Nationalmannschaft. Allerdings habe er von einer Berufung durch Nationaltrainer Jürgen Klinsmann nur durch die Medien erfahren. Am Dienstag werde er mit der U-21-Mannschaft in Polen spielen. Wie von Geisterhand hob sich plötzlich der Vorhang und der Blick richtete sich auf 16 Turnerinnen des TVE, die über die Matte wirbelten, dass selbst den Gästen schwindelig wurde. Später demonstrierten die Bundesligaturnerinnen Nina Werries, Britta Inkmann und Lisa Baune ihre akrobatischen Künste am Boden Barren und Balken. Wer Lars Bartschat oder Michael Surkau als Begleitung hat, der braucht sich nicht zu sorgen. Die beiden demonstrierten die hohe Kunst der Selbstverteidigung in Perfektion. Was sind die Medien ohne Sport, was wäre der Sport ohne Sportlerwahl. 18000 Stimmen sind ein riesiges Kompliment für uns, freute sich WN-Chefredakteur Dr. Norbert Tiemann über die Resonanz unter den WN-Lesern. Zusammen mit Jörg Münning, Direktor der Kreissparkasse Greven, übernahm er die Ehrung der Sportler des Jahres. Bis spät in die Nacht hinein tanzten und diskutierten die Gäste. In einem waren sich die Gäste einig: Der erstmals in dieser Form durchgeführte Ball des Sports schreit nach einer Fortsetzung.