Zwischen Training, Gewölben und Bad Oeynhausen

Rückblickend kann man fast nur sagen: Das war mal wieder ein schönes Wochenende. Abgesehen von den multiplen Hämatomen und der Zerrung von Lars, passte alles am Wochenende, aber zumindest einige Weh-Wehchen gehören dazu. Schickes, weil anstrengendes und forderndes Training, lustigen Abend in einem Zappelschuppen, und eine amüsante und nahezu stressfreie Autofahrt.

Alex, Lars und ich fuhren hier in Greven gemütlich los um einen kurzen Halt in B.O. zu machen, um Patrick abzuholen. Anstatt bei MCD traf man sich dann doch bei Major White. Die restlichen 350 km nutzen wir dann auch zu ausgiebigen Gesprächen über Gott, Patrick und die Welt.

Roy Richter und sein Dojo hatten wie immer alles fest im Griff und konnten stressfrei die etwas über 70 Karatekas mit guten Wünschen, Quittungen, Wegbeschreibungen, frischen Kaffe und Frühstück versorgen.

Sensei Nagai sorgte für den Rest. Zu Anfang sah es nach einem sehr intensiven Grundschultraining aus, so wie es Tsuyama Shihan auf dem Gasshuku praktiziert hatte. Doch nur einige Kombinationen später überraschte unser Sensei uns mal wieder. Wie immer halt.

Partnerübung folgte auf Partnerübung und relativ schnell ging es zum Freikampf über.

Schade eigentlich dass viele(ich nehme mich da mal nicht aus) relativ verkrampft am Anfang waren und sich einige überflüssige Blessuren ergeben.

Vielleicht lag es aber auch daran, dass Sensei Nagai zuvor verkündet hatte, dass nur 8 Starterplätze für den Länderkampf in der Schweiz zu vergeben sind und jeder die Chance erhalten soll, sich für einen dieser Plätze zu bewerben???

Wer weiß, aber auch das anschließende Katatraining hatte es in sich. Während die Braungürtel und die wenigen Violettgürtel sich in den Grundmeisterkatas unterwiesen ließen, konnte die Schwarzgurtfraktion ein wenig Pause machen und sich geistig auf Gangaku und Meikyo einstellen.

Nachdem Training wurde wie immer zuerst das Nachtlager gesichert. Da Patrick leider nicht am Lehrgang teilnehmen konnte, hatte er die ehrenvolle Aufgabe die Matten für uns zu organisieren. Nachdem er sich schon so liebevoll um die Fotoaufnahmen an diesem Tag gekümmert hatte, erledigte er diesen Job ebenso hervorragend.

Nachdem Essen im Bayrischen Bahnhof schnackte man noch ein wenig und schon bald ging es in die Innenstadt. Wir landeten in der Moritzbastei, einem ziemlich lustigen Zappelschuppen. Ein altes Gewölbe diente vielen lustigen Gestalten, Rocker, Punks und ?Normalos? als Ort für Partys und Co. Am Anfang war der DJ noch nicht auf voller Höhe, so dass man sich über den Plattenreiter aufregen konnte, oder über die tapferen Karatekas auf der Tanzfläche schmunzeln konnte. Chefeinheizer Roman konnte uns relativ schnell zum Tanzen animieren. Irgendwann wurde die Musik auch besser, der Laden voller und die Uhrzeit später. Schnell zur Halle, ab ins Bett und ehe man sich versah, wachte man mit dem Geruch des frisch gebrühten Kaffees auf. Eine Art und Weise, die wirklich sehr sanft aber wirksam ist.

Marco leitete das Aufwärmtraining, machte uns fit für die nächsten 90 Minuten. Es standen erneut viele Freikämpfe und Katas auf dem Programm. Aber auch die haben wir überlebt und konnten um circa 14:00 Uhr gen Heimat aufbrechen.

Kaum hatte unser Sonnenschein Patrick uns in B.O. verlassen, gerieten wir in die schönen Schneestürmchen, die seit Sonntagabend den Teuto und das Münsterland auf Trab hatten. Aber Winterreifen haben ja durchaus ihre Existenzberechtigung, so dass wir ein wenig später als geplant, aber dennoch sicher in Greven an kamen.