Bundeslehrgang in Greven

Das Stampfen von nackten Füßen auf dem Boden, das Rascheln der weißen Anzüge bei jeder schnellen Bewegung und das Keuchen der rund 100 Karatekas darunter 24 Grevener die am Bundeslehrgang teilnahmen, bildeten am Wochenende die vorherrschende Geräuschkulisse, die in der Rönnesporthalle zu hören war.
Bundestrainer Aiko Nagai, der Östereichische Nationaltrainer Kawasoe Shihan und der Japaner und Weltmeister aus dem Jahr 2000 Shinji Tanaka führten mit den 100 jungen Karatekas einen der drei jährlichen Bundeslehrgänge durch.
Nach dem Aufwärmtraining ging es mit dem Kata los. Formlauf, nennt Michael Surkau es. 26 vverschiedene Katas beschreiben die Techniken des Karatesports. Erst noch in der großen Gruppe, dann später in kleineren übten und trainierten die Sportlerverschiedene Techniken. In kleinen Zweikämpfen wurden sie dann auf ihre Wirksamkeit getestet.
Rund 70 Teilnehmer fehlten am Samstag. Wegen Stau auf der Autobahn konnten sie nicht rechtzeitig zum Lehrgangsbeginn erscheinen, so dass der Zeitpunkt eine halbe Stunde nach hinten verlegt wurde. Doch auch eine Stunde nach dem offiziellen Beginn war von den fehlenden Gästen nichts zu sehen. Nach gut anderthalb Stunden gemeinsamen Katatrainings teilen die Trainer die Gruppe auf. Die Braun- und Schwarzgurte trainieren bei Nagai und Tanaka, Shihan kümmert sich um die Gelb- bis Violettgurte. Während diese eifrig schlagen, treten, springen und vor allem schwitzen, sitzen die Braun- und Schwarzgurtträger mit untergeschlagenen Beinen auf dem Boden und lauschen den Ausführungen der Trainer.
Am Sonntag fanden früh morgens die Gurtprüfungen statt, nach denen sich dann alle wieder auf den Heimweg machten.