Bis zum letzten Tropfen

Lars Bartschat beim Pfingstlehrgang

Greven – Drei Tage Trainingslager standen bei den Karatekas aus Greven auf dem Terminplan. Lars Bartschat, Michael Surkau, Alexander Kreiser und Sebastian Heitkamp machten sich am Samstag auf den Weg nach Auerbach/Vogtland, um sich von Bundestrainer Akio Nagai und dem österreichischen Nationalcoach in Kihon, Kata und Kumite unterrichten zu lassen.

Die beiden Japaner, die sich seit ihrer Studienzeit kennen, garantieren seit Jahren spannende, abwechslungsreiche und hochkarätige Trainingseinheiten, die zum einen durch einfache, aber auch durchaus spektakuläre Technikkombinationen bestechen. Diesem Ruf wurden sie wieder gerecht und forderten die rund 140 Kampfsportler aus ganz Deutschland bis zum letzten Schweißtropfen.

Im Hinblick auf den Länderkampf, der Anfang Juni in Bellinzona/Schweiz stattfindet, war schon von Anfang an klar, dass dieser Lehrgang viele Partnerübungen beinhalten würde. Zusätzlich war die Anzahl der übrigen Braun- und Schwarzgurte sehr hoch. So hatte die Oberstufe viele Möglichkeiten, mit unterschiedlichen Partnern zu trainieren.

Kraft und Schnelligkeit

Kawasoe Shihan leitete das Training der Grundtechniken. Bei den einfachen Kombinationen legte er Wert auf eine kraftvolle, schnelle Ausführung. „Nur durch das Training der einzelnen Techniken“, so Kawasoe Shihan „kann ein Karateka Kontrolle über sich und die Technik gewinnen.“ In den Partnerübungen erlangte dieser einfache Satz enorm an Bedeutung. Trotz der schnellen Ausführung der Kombinationen, die ungewöhnliche Technikelemente enthielten, durfte man, wie im Shotokan Karate üblich, den Partner nicht treffen. Anschließend übernahm der deutsche Bundestrainer das Training und unterwies seine Schüler im Happo-Kumite “ einer Partnerübung, bei der vier Karatekas einen Karateka in der Mitte mit vorgegebenen Kombinationen angreifen.

Zum Abschluss übten die Teilnehmer mit wechselnden Gegnern den Freikampf, bei dem Angriff und Abwehrtechniken frei wählbar sind. Vor allem die acht Karatekas, die in drei Wochen in der Schweiz starten, standen unter der Beobachtung des Bundestrainers. So motivierte und feuerte Shihan Nagai auch die beiden Grevener Michael Surkau und Alexander Kreiser an, die in der Schweiz in drei Wettbewerben an den Start gehen. Insgesamt zeigte sich der 63-jährige Karategroßmeister zufrieden mit den Leistungen der beiden.

Um ein einseitiges Training zu verhindern, wurden im Verlauf der drei Tage auch unterschiedliche Katas zu trainiert. Nun haben die Karatekas knapp zwei Wochen Zeit, um sich von den Strapazen der drei Tage zu erholen. Bereits am 28. und 29. Mai stattet der Bundestrainer der Emsstadt einen Besuch ab und wird an diesem Wochenende einen Lehrgang in der Mühlenbachsporthalle leiten.