Gürtelprüfungen unter Aufsicht des Bundestrainers

Greven. Am Wochenende legte Akio Nagai einen Stopp in der Mühlenbachsporthalle ein. Auf seiner Tour quer durch Deutschland war Greven eine Station für den Karate-Bundestrainer, der unter anderem Prüfungen abnahm.
Trotz der Hitze, die in der Halle deutlich zu spüren war, nahmen rund 75 Teilnehmer die Strapazen auf sich.
Wir üben zuerst die Grundtechniken, die aus Schlag-, Fuß-, und Blockbewegungen bestehen, schilderte der Grevener Michael Surkau den ersten Abschnitt des Samstagnachmittages. Auch ihm war die Hitze wie allen anderen deutlich aufs Gemüt geschlagen. Nach einem kühlen Schluck Wasser, der an der frischen Luft genossen wurde, ging es weiter im Programm. In Partnerarbeit wurden die erlernten Elemente praxisnah angewendet.
Von jung bis alt, vom Neuling bis zum alten Hasen: allesamt waren sie vertreten. In zwei Gruppen eingeteilt wurden entsprechend dem Leistungsvermögen jedes Einzelnen unter Aufsicht trainiert. Zu guter letzt warteten die Katas, ein Ablauf von Techniken, auf die Sportler. Je höher der Gürtel ist, desto mehr Katas muss man beherrschen, erklärte Michael Surkau.
Dann wurde es ernst: Insgesamt 47 Prüflinge, vom weißen bis zum violetten Gurt, stellten ihr Können vor den strengen Augen der Jury unter Beweis.
Für die Grevener Michael Surkau und Alexander Kreiser sowie für die Kielerin Nicole Elsch diente das Wochenende auch als Vorbereitung für den am kommenden Wochenende statt findenden Länderkampf in der Schweiz. Mit fünf anderen Deutschen werden die dort auf 19 Nationen treffen und ihre Kräfte messen.
Derweil absolvierte Lars Bartschat seinen letzten Lehrgang. Aus beruflichen Gründen muss er Greven demnächst verlassen. In der Vergangenheit leitetet er die Lehrgänge mit und schlüpfte von der Rolle des Teilnehmers immer wieder in die Rolle des Trainers. Nachfolger ist Michael Surkau.