Lars Bartschat verlässt Greven

Es ist sicher nicht das verflixte 13. Jahr für Lars Bartschat, der jetzt Greven den Rücken kehrt. Der Karateka, der in diesen Tagen seine Ausbildung zum Fachinformatiker beendete, beginnt am 4. Juli einen neuen beruflichen Lebensabschnitt, der ihn zwingt, dem Grevener Karatesport vorerst Ade zu sagen.

Wie kein anderer Karateka hat Lars Bartschat die Kampfsportart in Greven publik gemacht. Bei einem Kinderanfängerkurs im Sommer 1992 fand er Gefallen an der Selbstverteidigungsart. Vorher hatte der mittlerweile 23 Jahre alte Grevener unter anderem Fußball, Judo und Leichtathletik ausprobiert, fand aber an keiner dieser Sportarten Gefallen. Dass er letztendlich beim Karate blieb, hat er seinen damaligen Trainern zu verdanken, die zwar streng, aber gerecht und motivierend waren. Die Gemeinschaft, die sich mit einigen Trainingspartnern in seinem Alter bildete, tat ihr Übriges, um Lars Bartschat bis heute eng mit dem Dojo in Greven zu verbinden.
Wie selbstverständlich übernahm er vor drei Jahren zusammen mit Michael Surkau und Andreas Glatzel die Leitung des Dojo in Greven, als das Trainerehepaar Kemp Greven den Rücken kehrte. Als ranghöchster Schüler zu diesem Zeitpunkt war es für ihn eine Pflicht, seine fundierte Ausbildung, die er in den Jahren zuvor erhalten hatte, weiterzugeben.
In dieser Zeit stellten sich die größten Erfolge ein. Mit der Kumitemannschaft erreichte er auf der Deutschen Meisterschaft 2002 den dritten Platz, ein Jahr später sollte die Prüfung zum zweiten Schwarzgurt folgen. Im Oktober 2004 ein weiteres Highlight, das die fünf Trainingseinheiten pro Woche rechtfertigte: Die Teilnahme an der Europameisterschaft in Odessa/Ukraine.
Und auch in diesem Jahr konnte Lars nahtlos an die bisherigen Erfolge anknüpfen. Beim Nagai Cup in Berlin kämpfte er sich im Katawettbewerb auf den zweiten Platz vor.
Bartschaft hofft darauf, dass er das Karatetraining mit seinen neuen Beruf vereinbaren kann. Denn natürlich möchte er im November 2006 als Mitglied der Nationalmannschaft an der WM in Tokio teilnehmen.
Sein Abschied wird eine Lücke hinterlassen, aber er ist sich sicher, dass die Karateka in Greven weiterhin in guten und kompetenten Händen ist. Zudem wird er es sich nicht nehmen lassen, ab und zu am Wochenende beim Training vorbeizuschauen. Denn ganz verlassen wird er das Dojo in Greven nicht.