Jubiläumslehrgang – 20 Jahre Kampfkunst in Berlin

Zwanzig Jahre Kampfkunst in Berlin. Was vor knapp 20 Jahren mit einer kleinen Gruppe voller Enthusiasten in einem kleinen Teil einer Halle und eines Geräteraumes begann, wurde am vergangenen Wochenende mit einem Lehrgang gefeiert.
In den ersten Jahren wurde im Berliner Osten zunächst alles trainiert, was man an traditionellen Kampfkünsten und Selbstverteidigung üben konnte. Erst 1988 wurde unter der Leitung von Carsten Müller mit dem Karatetraining begonnen. Zwischenzeitlich umfasste das Dojo in Berlin 400-500 Mitglieder.

Heute ist es zwar ein wenig kleiner und wird nicht mehr von Carsten Müller und den Karateka der ersten Stunde, Ralph Englert, Matthias Schwabe, Jens Birkholz und Klaus Lehmann geleitet, sondern von Marco Wäger und Karin Bonsack, aber am vergangenen Wochenende trafen sich viele neue und alte Gesichter, um dieses Jubiläum zu feiern.

Nagai Shihan hatte sich einige schweißtreibende Kombinationen einfallen lassen, und erfreute sich sichtlich an der Motivation von Jung und Alt. Aber auch der angereiste Reinhard Nawe, 6. Dan, forderte die rund 50 Teilnehmer mit den verschiedensten Kihon- und Kataabläufen.

Am Ende des Trainings wurde erwartungsgemäß ein Gruppenbild geschossen. Überraschenderweise wurden anschließend die Personen geehrt, die in den vergangenen Jahren für die Entwicklung des Dojo Edo maßgeblich verantwortlich waren. Dazu gehörten natürlich Bundestrainer Nagai Shihan und auch Reinhard Nawe, die mit den neuen Edo-Jacken bedacht wurden. Für die langjährige Arbeit im Hintergrund wurde Karin Bonsack belohnt. Für den Gründer und Leiter des Dojo Edo in München gab es eine Fotocollage mit vielen Erinnerungsfotos aus den letzten zwanzig Jahren Edo Berlin.

Große Feierlichkeiten gab es am Abend aber nicht. Man traf sich im Stammlokal, dem goldenen Phönix, der schon seit Jahren für das leibliche Wohl nach dem Lehrgang zuständig ist. Als Überraschung gab es zu später Stunde als Geburtstagsgeschenk Eistorte, die bei den Anwesenden reißenden Absatz fand. Bis spät in die Nacht nutze man die Gelegenheit, um über alte Zeiten zu quatschen, Lehrgänge in die Erinnerungen zu rufen oder andere Geschichten zum Besten zu geben.

Als am nächsten Morgen um kurz nach Zehn mit dem Training begonnen wurde, waren alle wieder fit. Zwar sah man in dem einen oder anderen Gesicht noch ein wenig Müdigkeit, die aber schnell verflogen war. Shihan Nagai hielt sich nicht lange mit Kihontraining auf, sondern ging direkt zum Kumitetraining über und schickte seine Schüler immer wieder von dem einen Ende der Turnhalle zum Nächsten. Katatraining durfte ebenso wenig fehlen. Nagai Shihan stellte die Unterstufe bei dem Training der fünf Heian Kata auf die Probe und prüfte die zahlreichen Danträger beim Training von Gankaku, Nijushiho, Sochin und Unsu. Die Braungürtel wurden währenddessen von Reinhard Nawe in den Katas Bassai Dai, Enpi, Jion, Kanku Dai und Hangetsu unterwiesen.

Als Besucher muss man nun noch folgendes loswerden:

Nagai Shihan: Vielen Dank für das Training

Dojo Edo Berlin: Vielen Dank für die Ausrichtung und das unkomplizierte und nette Drumherum. Auf die nächsten zwanzig Jahre!