Deutsche Meister kommen aus Greven

Ich glaube, ich bin zufrieden, zog Michael Surkau nach einem langen und anstrengenden Wochenende sein Fazit. Die Deutschen Meisterschaften im Karate, erstmals in Greven ausgerichtet da gab es neben dem eigentlichen Sport natürlich auch einiges an organisatorischem Aufwand zu bewältigen. Im Vorfeld waren für die Nachwuchsmeisterschaften der Jugendlichen 129 Starts gemeldet, insgesamt sollten es 170 sein. Einige Abmeldungen gab es zu verschmerzen, aber zum Schluss blieben 160 Anmeldungen stehen. 25 Mannschaften aus ganz Deutschland hatten sich in der Rönnehalle versammelt, 14 Teilnehmer kamen aus Greven. Und der Erfolg kann sich sehen lassen.

Bei den Nachwuchsmeisterschaften gelang Katrin Buschschlüter ein Doppelschlag, denn sie gewann sowohl im Kata (Formlauf) als auch im Kumite (Partnerkampf) ihrer Kategorie und durfte als zweifache deutsche Nachwuchsmeisterin auch gleich zwei Pokale mit nach Hause nehmen. Auf einen guten dritten Platz gelangte Lukas Funke im Kumite seiner Altersklasse.
Auch die Senioren schnitten nicht schlecht ab. Michael Surkau erreichte einen dritten Platz im Einzelkumite der Herren, mit der Mannschaft holte er zusammen mit Georgios Maniotis und Patrick Kowalewski den Deutschen Titel im Kumite. Ärgerlich für Sebastian Heitkamp: Er flog gleich in der Vorrunde raus, weil sein erster Gegner der spätere Sieger seiner Altersklasse war. Dennoch: Das ist schon mehr als erwartet, zeigte Surkau sich nach den Wettkämpfen über das gute Abschneiden seines Dojos erstaunt und erfreut zugleich. Vor allem die Siege von Katrin Buschschlüter seien überraschend gewesen. Deutscher Meister im Einzelkata wurde Marco Wäger, im Einzelkumite setzte sich Fabian Weber-Heck durch. Bei den Frauen konnte Karin Bonsack im Einzelkata punkten, beim Kumite gewann Nicole Genz.
Die entspannte Atmosphäre wurde lediglich durch einen Unfall überschattet, bei dem Marco Wäger mit Verdacht auf Gehirnerschütterung und Nasenbeinbruch ins Krankenhaus transportiert werden musste. Doch auch hier zeichnete sich die gute Organisation aus, denn Rettungskräfte waren vor Ort und leisteten sofort Erste Hilfe.