Spass in Dresden muss sein

Training in DresdenEs ist erst knapp zwei Wochen her, seitdem die Lehrgänge des SKID wieder begonnen haben. Schon in Leipzig waren Akio und ich uns einig: „Dresden muss“.
Warum? Klare Sache: Zum einen hatte das Dojo Ouchi seinen ersten Lehrgang vor sich, und zum anderen wollten wir halt mal wieder einen kleinen Trip quer durch Deutschland machen.

Ausgestattet mit ein paar Flaschen Wasser, einigen Bananen und einem vollen Tank machten wir uns bereits am Freitag auf, um entspannt und easy in Dresden anzukommen.
Das Wetter war gut, die Straßen frei, und der Sicherheitsbeamte (Mr. Only members) beim US-Army-PX-Shop in Giessen war extrem freundlich, als er uns genug Platz zum Wenden verschaffte. Schade, so mussten wir doch eine deutsche Burger King Filiale aufsuchen.

Am frühen Abend erreichten wir Dresden, steuerten sogleich unsere Übernachtungsmöglichkeit für das kommende Wochenende an und schmiedeten Pläne für den weiteren Abend. Leider wurde diese kreative Phase durch einen Anruf von Tina brutal unterbrochen und wir wurden „gebeten“ zum fliegenden Holländer zu kommen. Dort verbrachten wir die meiste Zeit des Abends und wurden direkt für den nächsten Tag verplant, so dass wir nach ein paar Stunden Ruhe und einem fantastischen Gerolf-Frühstück am Samstagmorgen erneut die Innenstadt von Dresden unsicher machten.
Zusammen mit Nagai Sensei und Tina bestiegen Akio und ich die Kuppel der Dresdener Frauenkirche und bewunderten das Dresdner Panorama im Winter bei leichtem Neben und Schneefall. Mein Tipp: Wenn ihr die Möglichkeit habt, unbedingt mal ausprobieren.
Nach einem kleinen Snack am Altmarkt machten wir uns auf den Weg in Richtung Lehrgangshalle, in der wir die gesamte Ouchi-Familie trafen, die schon eifrig am Aufbauen, Fegen und Naschen war.

Beim TrainingWaren am Anfang nur wenige Karateka in der Halle, wurde es zum Lehrgangsbeginn immer voller. Über siebzig Leute waren zum gemeinsamen Training gekommen, und begannen sich unter der Anleitung von Tina und Dana aufzuwärmen. Zwar waren die meisten Übungen bekannt, die Durchführung mit einem Partner wird bei uns eher selten gemacht.
Danach begann Nagai Shihan mit seinem Training. Die Füße rasten über das Parkett, Kiai wo man hinschaute. Zwischen durch immer klitzekleine Pausen, um nur Momente später wieder in voller Aktion zu sein.
Ob Kihon, Kumite oder Kata, ein Ausruhen war nicht möglich, die Energiereserven schwanden zusehends und ein Ende war nicht in Sicht. Erst gegen 18:00 hatte Nagai Shihan uns genug „lang“ gemacht.

Anschließend traf man sich „nicht im Opa sondern in der Oma“. Ein Restaurant, bei dem man sich wie bei Oma fühlte. Die Portionen waren üppig und schmeckten. Kein Wunder also das man es relativ lange aushielt und man sich erst zu später Stunde auf den Heimweg machte.
Sonntagfrüh mussten wir uns sputen. Zu lange gepennt, ausgiebig gefrühstückt und noch ein klein wenig verquatscht und versurft. Geschafft haben wir es doch noch und konnten uns bei Andreas Gymnastik mit kleinen Partnerübungen von den Verspannungen des Vortages auf das kommende Training vorbereiten. Eine Menge Schweiß und Techniken später stand für einige noch der größte Moment des Wochenendes an: Gürtelprüfung.

Leider war danach das Wochenende quasi zu Ende. Wir mussten die lange Rücktour antreten, obwohl wir noch Lust gehabt hätten, den Kurztrip um ein, zwei Tage zu verlängern. War mal wieder echt klasse und ja, so was kann man öfters machen:-)