Karateka Deutscher Meister

Die Grevener Karateabteilung startete am vergangenen Wochenende erfolgreich bei der Deutschen Meisterschaft. Zwei Starter zwei Pokale. So lässt sich das Ergebnis schnell beschreiben. Neben dem dritten Platz von Susanne Rother ist es der Kumite-Mannschaft der Grevener Karateabteilung gelungen, erneut den Deutschen Meistertitel zu holen.
Susanne Rother holte bei ihrer Meisterschaftspremiere den dritten Platz in der Kategorie Kata der Altersklasse 15 bis 18 Jahre. Die Trägerin des violetten Gurtes konnte ihre Nerven kontrollieren, setzte sich gegen erfahrenere Gegnerinnen durch und zog in die Finalrunde ein. Dort konnte sie mit einer guten Vorstellung den dritten Platz mit nur wenigen Zehnteln Abstand auf die Vizemeisterin belegen.

Der zweite Grevener Starter war Alexander Kreiser, der die Meisterschaft nutzte, um sich auf die WM, die schon in fünf Wochen stattfindet, vorzubereiten und eine kleine Standortbestimmung durchzuführen. Denn in Tokio will er mit Michael Surkau topfit auf die Matte gehen. Schließlich geht es dort um die Weltmeistertitel, auf die er sich zusammen mit seinem Vereinspartner seit Monaten vorbereitet. Aber das harte Training für die WM in den vergangenen Wochen hatte seine Spuren hinterlassen. Vor allem im Freikampf-Einzel fand er nicht zu seiner gewohnten Lockerheit und schied bereits in den Vorrunden aus. Aber der Karateka ließ sich dadurch nicht beirren. Die Zeit bis zu den Kämpfen der Kumite-Mannschaft verschwendete der 21 Jahre alte Grevener nicht und fand zusammen mit den beiden Nationalmannschaftskollegen Georgis Maniotis und Patrick Kowalewski zu seiner Form zurück.
Souverän zogen die drei Karateka in das Finale ein. Dort gab es eine Wiederauflage des Mannschafts-Finales des Jahres 2005 in Greven, als das Dresdner Team gegenüber stand. Nach zwei spannenden Kämpfen stand es 1:1-unentschieden und die Entscheidung lag bei Alexander Kreiser, der Nerven behielt, seinen Kampf gewann und somit das Finale für den TVE Greven entschied.
Die Grevener Kumite-Mannschaft ist somit zum zweiten Mal Deutscher Meister nach 2005 in der Kategorie Kumite-Mannschaft und hat damit die Vormachtstellung in dieser Disziplin unter Beweis gestellt.
Besonders erfreut über die Titelverteidigung und das gute Abschneiden von Susanne Rother zeigte sich Trainer Michael Surkau, der aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig nicht an der Meisterschaft teilnehmen konnte.
Nach diesem großartigen Erfolg blicken die Karateka bereits Richtung Japan, wo Alexander Kreiser und Michael Surkau bei der WM an den Start gehen werden.