Erfolgreiche Schwarzgurtprüfungen für Grevener Karateka

Knapp 18 Monate lang fanden keine Karatelehrgänge des S.K.I.D. statt. Umso mehr freuten sich die Grevener Karateka, als Ende Juni die Ausschreibung für das diesjährige Sommertrainingslager veröffentlicht wurde. Vom 29. Juli bis zum 01. August kamen über 100 Karateka aus dem ganzen Bundesgebiet in Löbau zusammen, um unter dem Bundestrainer Akio Nagai und dem Cheftrainer des Weltverbandes S.K.I.F. Manabu Murakami aus Tokio zu trainieren. Am Samstag standen dann die Farb- und Schwarzgurtprüfungen auf dem Programm. Für Michael Schulze Gronover und für Michael Surkau stand am späten Samstagnachmittag der Höhepunkt des Sommerlehrgangs an – die Schwarzgurtprüfung.

Die Grevener Karateka beim Sommerlehrgang des S.K.I.D.


Bundestrainer Nagai begrüßte die zahlreichen Teilnehmer darunter die drei Grevener Lukas Funke, Michael Schulze Gronover und Michael Surkau, und überließ das Training zum Großteil dem Gast aus Tokio, der seines Zeichens der amtierende Cheftrainer des Weltverbandes S.K.I.F. ist. Murakami legte an den vier Tagen viel Wert auf den richtigen Einsatz des Körpergewichtes sowie verschiedenen Drehungen der Füße, der Hüfte und des Oberkörpers, um Techniken schneller und stärker ausführen zu können. Die Kombinationen wurden zunächst einzeln und oft im Anschluss mit einem Partner ausgeführt. Für einige Teilnehmer waren es die ersten Partnerübungen seit Beginn der Coronapandemie und stellten eine besondere Herausforderung dar, da natürlich auch das Distanzgefühl unter dem geringen Training gelitten hatte.

26 Jahre lag die Prüfung zum ersten Schwarzgurt von Michael Schulze Gronover zurück. Die Prüfung damals war einer der ersten Schwarzgurtprüfungen für einen Grevener Karatesportler. Nach einer Karatepause von knapp 20 Jahren, nahm Michael Schulze Gronover vor drei Jahren das Karatetraining wieder auf. Während das Training in den Sporthallen und in der Gruppe nicht möglich war, hielt sich der mittelweile 50-Jährige zu Hause fit, so dass das konditionell anspruchsvolle Prüfungsprogramm keine allzu große Herausforderung für ihn darstellte. In den Prüfungsteilen Kata und Kumite zeigte er keine Schwächen und bestand die Prüfung zum zweiten Schwarzgurt erfolgreich.

Einige Wochen vor dem Sommerlehrgang erreichte Michael Surkau ein Anruf vom Bundestrainer Nagai Shihan, der dem Grevener mitteilte, dass er die Prüfung zum 5. Schwarzgurt absolvieren sollte. Trotz der kurzen Vorbereitungszeit konnte der 40 Jahre alte Grevener die verschiedenen Technikkombinationen des Prüfungsprogrammes sauber und korrekt ausführen. Die Kata-Auswahl der Prüfer stellte ihn vor keine Probleme. Im abschließenden Prüfungsteil Kumite entschied der Grevener Trainer die Freikämpfe aufgrund seiner langjährigen Erfahrung für sich und bestand seine Prüfung ebenfalls erfolgreich.